Beginn Abschlussgabe in Getreide

29.04.2008

Erste Wintergersten- und Winterroggenbestände haben bereits das Entwicklungsstadium EC 37/39 (Fahnenblattstadium) erreicht. Weizenfrühsaaten werden in Kürze folgen. Damit ist es Zeit, demnächst mit der Abschlussgabe zu beginnen, sofern sie nicht schon mit der zweiten N-Gabe verabreicht wurde. Ziel der Abschlussgabe ist es, das erschaffene Ertragspotential nun möglichst bis zur Ernte zu erhalten. Dies gelingt jedoch nur, wenn der N-Bedarf auch während der letzten Entwicklungsphase sichergestellt wird.

Bei Beständen mit 450 - 550 kräftigen Trieben/m2 (700 – 900 bei zweizeiliger Wintergerste) empfehle ich daher eine Abschlussgabe von 30 - 40 kg N/ha, bei Roggen 20 - 30 kg N/ha. In ausserordentlich kräftigen Beständen mit 500 - 600 Trieben/m2, die eindeutig einen höheren Ertrag erwarten lassen, ist die Abschlussgabe um 10 kg N/ha zu erhöhen.
Sind die Bestände hingegen mager oder erreichen sie nicht die erforderliche Bestandesdichte von mindestens 450 Trieben/m2 bzw. mindestens 600 bei zweizeiliger Wintergeste oder handelt es sich um Extensogetreide, so ist die Abschlussgabe auf 20 kg N/ha zu beschränken.
Als Düngemittel empfehle ich Ammonsalpeter. Wird kostengünstigerer Harnstoff eingesetzt, so ist dieser Dünger - wie schon mehrmals erwähnt - nur auszubringen, wenn danach feuchte Bedingungen herrschen.



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