Kampagnestart Ende September

28.08.2019

Kampagnestart Ende September

Die Biorüben-Verarbeitung dauert in Frauenfeld bis Ende erste Oktoberwoche. Somit werden im September keine konventionellen Rüben gerodet werden müssen. Finden Sie in ihrem Rübenfeld Unkräuter, Pilzkrankheiten oder Schädlinge, die Sie nicht kennen, so holen Sie sich noch vor der Ernte Hilfe.

Blattgesundheit
In den letzten 5 Jahren waren die Rüben zum gleichen Zeitpunkt nie mehr so gesund wie jetzt. Nutzen wir die Chance und machen mit der Krankheitsbekämpfung weiter, damit die Blätter noch lange und viel assimilieren können. Dank den ausgiebigen August-Niederschlägen und den kühleren Nächten wird Wassermangel bei den Rüben kein Thema mehr sein. Bei den Fungizidapplikationen ist nun darauf zu achten, dass die Blätter am Morgen nicht zu nass sind. Vermutlich können geplante Spritzungen jetzt nicht mehr vor 10 Uhr erfolgen! – Erfahrungsgemäss kann in einem warmen September die Cercospora nochmals zulegen. Liegt die letzte Behandlung 3 oder mehr Wochen zurück, raten wir den Fungizidschutz mit einem weiteren Wirkstoff in den kritischen Lagen nochmals zu erneuern. Setzen Sie Fungizide hingegen aus wirtschaftlicher Sicht und Gründen der Wartefrist höchstens bis 6 Wochen vor der geplanten Ernte ein. Erfahrungsgemäss ergibt ein Cercospora-Befall von 30% Blattverlust bei der Ernte keinen Ertragsverlust.

Rübenernte
Auf einigen Feldern finden wir auch dieses Jahr wieder relativ grosse Stellen mit faulen Rüben. Da nach der Ernte das Risiko einer Ansteckung der gesunden Rüben droht, sollten solche Parzellen beim Abtransport priorisiert werden, respektive bis kurz vor den Abtransport im Boden stehen bleiben. Setzen Sie sich allenfalls jetzt mit ihrem Ringleiter in Verbindung. Grosse Fäuleherde sind bei der Ernte zu umfahren.

Rübenanbau 2020
Die Zuckerfabrik erwartet, dass der neue Anbauvertrag auf ihrem Portal bis Ende August ausgefüllt wird. Unterstützen Sie die Verantwortlichen mit dem Einhalten dieses Termins, denn diverse Vorarbeiten fürs nächste Rübenjahr laufen bereits jetzt, weil es während der Rübenkampagne dafür keine Zeit mehr gibt.

Das Rübenjahr 2019 verlief nicht ganz problemlos, andere Kulturen betraf es aber ebenfalls. Als zweijährige Kulturpflanze vermag die robuste Rübe wie kaum eine andere Art, Wetterereignisse relativ gut wegzustecken. Zudem ist es erfreulich zu sehen, dass es bezüglich Blattgesundheit wie 2019 auch wieder einmal aufwärts gehen kann… Auch das neue Anbauverfahren Conviso Smart, das den Rübenanbau deutlich vereinfacht, ist auf erfolgreichem Weg. Sie sehen, mit den Zuckerrüben geht es weiter und wir hoffen sehr, dass auch Sie den Rüben treu bleiben und auf eine vielseitige Fruchtfolge setzen. Dank dem rübenspezifischen Anbaubeitrag von Fr. 2’100.- ist der Deckungsbeitrag der Zuckerrüben auch in schwächeren Jahren gegenüber fast allen Ackerkulturen oft deutlich im Vorteil. Wollen Sie ihre Rübenfläche erhöhen, respektive neu in den Zuckerrübenanbau einsteigen, so melden Sie sich umgehend bei der Zuckerfabrik (052 724 74 29).

Hochwachsende Problem-Unkräuter
Auf einigen Feldern erkennt man von weitem die hochwachsende Samtpappel (Abutilon). Dieses Unkraut aus dem Süden lässt sich in den meisten Kulturen chemisch kaum bekämpfen. Aus Distanz ähnelt sie stark einer Sonnenblume hat aber im Gegensatz zu dieser keine rauen, sondern samtige Blätter und der Blütenstand ist klein und unscheinbar. Entsorgen Sie diese Pflanzen via Kehricht aus ihren Feldern, bevor aus den schwarzen Kapseln die zahlreichen Samen herausfallen.

Ab und zu trifft man auch Felder an, in denen weder Schosser noch Unkrautrüben ausgerissen wurden. Insbesondere auf Feldern der Sorte Smart Belamia muss dies noch zwingend erfolgen, bevor die reifen Samen abfallen, denn verwilderte Rüben dieser Sorte lassen sich auch in andern Kulturen kaum mehr chemisch entfernen. Ausgerissene Schosser dürfen jetzt nicht mehr im Feld abgelegt werden.



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Kontakt

Luzi Schneider

Schweiz. Fachstelle für ZuckerrübenanbauTelefon:+41 58 105 98 78E-Mail:Infos zur Person