Vernetzt und praxisnah

02.07.2019
Rund 100 Personen besuchten die erste AgroVet-Strickhof-Tagung.

Rund 100 Personen besuchten die erste AgroVet-Strickhof-Tagung.

Forschende der ETH Zürich, der Universität Zürich, vom Strickhof, weiteren Forschungsinstitutionen und der Industrie trafen sich Anfang dieser Woche im Forum von AgroVet-Strickhof. Ziel dieser ersten AgroVet-Strickhof Tagung war es, sich über die Forschungsprojekte von AgroVet-Strickhof zu informieren. Forschungsleiter Joël Berard von der ETH Zürich betonte bei der Begrüssung ebenso die Wichtigkeit, Kontakte zu knüpfen, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen zu verstärken.

Inputs an Forscher

Bevor Forschende und Doktoranden ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentierten, zeigte Strickhof-Direktor Ueli Voegeli dem Publikum die Rolle des Strickhofs und den Bezug zur Praxis bei AgroVet-Strickhof auf: «Wir versuchen durch Zusammenarbeit Mehrwert zu generieren.» Bei AgroVet-Strickhof wird die Forschung der Praxis nähergebracht und die Praktiker ihrerseits vermitteln ihre Inputs den Forschenden. Zudem werden Lernende ausgebildet und Doktorierende können ihre Studien durchführen. Bei der Grundlagenforschung der Agrar- und Veterinärwissenschaftlern sei ein wichtiges Kriterium, dass das Geforschte in der Praxis umsetzbar ist.

Bei AgroVet-Strickhof wird aktuell in folgenden Themenbereichen geforscht:

  • Optimierung der inländischen Futterbasis
  • Optimaler Einsatz von Raufutter
  • Wirkung von Futtermitteln auf die Freisetzung von Treibhausgasen
  • Alternativen zum Antibiotika-Einsatz
  • Aufzucht und Kälbermast bei unterschiedlichem Stallklima

Zwei Strickhof-Versuche

Dass die Zusammenarbeit zwischen dem Strickhof, der ETH Zürich und der Universität Zürich funktioniert, bewiesen an der Tagung Roger Bolt und Lukas Schulthess, beide vom Team Tierhaltung am Strickhof. Sie stellten ihre aktuellen Fütterungsversuche vor. Roger Bolt forscht über die optimale Aminosäurenversorgung bei männlichen Tränkekälbern und die Auswirkungen auf den weiteren Schlachtverlauf und das Schlachtresultat. Lukas Schulthess beginnt einen Versuch mit einem Futterzusatzstoff bei Schweinen, zur Erleichterung des Abferkelns und zur Verbesserung der Ferkelgesundheit, mit dem Ziel die Geburten zu beschleunigen und die Kolostrumqualität sicherzustellen.

Versuche für Tierwohl

Zum Schluss der Veranstaltung diskutierte die Geschäftsleitung von AgroVet-Strickhof, Ueli Voegeli, Heinrich Bollwein und Michael Kreuzer, über den Nutzen und die Notwendigkeit von Tierversuchen. Dabei kam zum Ausdruck, dass die Versuche von AgroVet-Strickhof keine Eingriffe beim Tierwohl bedeuten, der Nutzen aus diesen Versuchen aber dem Tierwohl dienen. Die Tierversuchsverbots-Initiative, für welche derzeit Unterschriften gesammelt werden, würde diese Versuche verunmöglichen.

 



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