Ein geglückter Auftakt!

27.02.2019
Erläuterungen zum Rebschnitt (Foto: Michael Gölles)

Erläuterungen zum Rebschnitt (Foto: Michael Gölles)

Zum Start in die neue Rebbausaison luden der Weinbauverein Ottenberg und die Fachstelle Rebbau SH-TG-ZH zur ersten Rebbegehung des Jahres ein.

Aussergewöhnlich früh, bereits am 21. Februar traf man sich in Weinfelden (TG) auf dem Weingut Burkhart zur ersten Rebbegehung dieses Jahres. Bei bestem Rebschnitt-Wetter kamen rund 60 Rebleute, um sich über Neuigkeiten im Rebbau zu informieren und auszutauschen. Markus Broger, Präsident des Weinbauvereins am Ottenberg, begrüsste die Anwesenden und hiess besonders die Teilnehmer aus dem Kanton Zürich willkommen. Nach einer kurzen Vorstellung der Referenten stieg man dann in den fachlichen Teil ein.

Als erstes wurde über neue Produkte und Strategien im Pflanzenschutz gesprochen. In diesem Zusammenhang wurden auch die von Agroscope für 2019 überarbeiteten Broschüren «Pflanzenschutzmittel für den Rebbau» und «Pflanzenschutzempfehlungen für den Rebbau» vorgestellt. Durch die beiden hängigen Initiativen und die Berichterstattung in den Medien, ist der Pflanzenschutz in der letzten Zeit stark in den Fokus gerückt. Sowohl Produzenten als auch Pflanzenschutzfirmen reagieren darauf und machen Überlegungen wie Pflanzenschutzmittel eingespart und Rückstände vermieden werden können. Passend dazu waren auch die anschliessenden Ausführungen von Ralph Bötsch (Gemüseproduzent, Salmsach) zum Thema Füll- und Waschplätze. Er appellierte an die Zuhörer, die Verantwortung, die Sie als Anwender von Pflanzenschutzmitteln gegenüber der Natur und den Konsumenten haben, wahrzunehmen und gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen und Behörden praktikable und nachhaltige Lösungen zu suchen. Wie unterschiedlich diese sein können wurde anhand einiger Beispiele aufgezeigt.

Ein weiteres Thema war natürlich, passend zur Jahreszeit, der Rebschnitt. Hans-Walter Gysel (Fachstelle Rebbau SH-TG-ZH) orientierte über die Besonderheiten auf welche, nach dem trockenen Sommer 2018, Rücksicht zu nehmen ist. Nebenbei wurden auch noch neue Schnitt- und Bindegeräte diskutiert und Fragen zu Neupflanzung und Erziehung beantwortet.

Nach einer kurzen Stärkung die vom Weinbauverein Ottenberg organisiert wurde, konnten sich die Anwesenden über das Thema Bewässerung informieren. Der letzte Sommer gab viel Anlass zu Gesprächen über Bewässerung im Rebbau. Die Firmen Qualifru und GVZ Rossat stellten ihre Lösungen in diesem Bereich vor und gaben Empfehlungen zu Aufbau und Installation von Bewässerungsanlagen im Rebbau. Im Anschluss wurde intensiv diskutiert. Und während Manche der Meinung sind, dass man sich in Zukunft vermehrt auch in Ertragsanlagen mit diesem Thema befassen wird müssen, sind die Meisten der Überzeugung, dass eine Bewässerung vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung sinnvoll ist. Einig waren sich alle, dass es keine Patentlösung gibt. Zu gross sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Betrieben, Lagen, Böden und Sorten. Trägt man sich mit dem Gedanken in eine Bewässerungsanlage zu investieren, ist es vorab notwendig das Gespräch zu suchen um sich beraten zu lassen. Nur so kann für jede Situation die optimale Lösung gefunden werden.

Während sich kurz vor dem Mittag dann die Teilnehmer langsam verabschiedeten, nutzte man von Seiten der Veranstalter die Gelegenheit noch für ein schnelles Feedback. Man kam zu dem Fazit, dass der Start gelungen war. Aus allen Kantonen des neuen Beratungsverbundes waren Teilnehmer anwesend. Die Themenwahl war sicher aktuell, allerdings gibt es im Moment noch viele weitere Themen, die die Rebbaubranche beschäftigen. Und, es ist die Aufgabe der Beratung bestmöglich zu darüber zu informieren und zu unterstützen.



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Michael Gölles

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Mirjam Blunschi

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