PR-Aktion der HF Agro-Techniker vom 1. März im Hauptbahnhof Zürich

06.03.2018

Es ist der 1. März, morgens um sechs Uhr im Hauptbahnhof Zürich. In der grossen Bahnhofshalle ist soeben ein Viehtransporter eingefahren und nun werden zwei Kühe in das acht mal acht Meter grosse Gehege geführt. Corella und Alana heissen diese schönen Tiere und sie begleiten einen Tag lang die Ausstellung «Landwirtschaft erleben – Landwirtschaft vermitteln» der angehenden Arotechnikerinnen und –techniker HF in der Bahnhofshalle Zürich.

Die Absolventinnen und Absolventen der Agro-Techniker-Klasse der Höheren Fachschule (HF) am Strickhof nahmen ihre Aufgabe ernst, als es hiess, sie müssten einen Tag lang Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft betreiben: Sie füllten am 1. März die Bahnhofshalle im Zürcher Hauptbahnhof mit anfassbaren Eindrücken aus der Landwirtschaft. Die Wertschöpfungsketten von Milch und Kartoffeln wurden komplett dargestellt, nicht mit Bildern und Fotos, sondern mit waschechten Kartoffeln, Kartoffelstauden sowie modernen Maschinen, die es für die rationelle Herstellung der beiden Produkte braucht. Dazu gehörte beispielsweise ein Kartoffelvollernter, ausgestellt von der Brack Landtechnik AG, sowie ein im Showbetrieb laufender Melkroboter vom Lely Center Suisse. Die Schaukäserei aus Engelberg hatte nicht nur einen Stand mit den verschiedensten Käsesorten, sondern auch eine urchige Schaukäserei. Walter Grob, der ursprünglich aus dem Toggenburg stammende Käser, holte sich für das Käsen mehrmals täglich Hilfe aus dem Publikum und zeigte vor, wie dieses Handwerk funktioniert. Das Ende der beiden Wertschöpfungsketten stellten die Veranstalter mit der Vereinigung von Milch und Kartoffeln in Form von Raclette dar, das an Passanten mit grossem Erfolg verkauft wurde.

Der Kälte standgehalten
Trotz der frostigen Temperaturen verkauften die Agrotechnikerinnen und -techniker einige hundert Raclette-Portionen an die Besucherinnen und Besucher. Auch das Glühbier des Stammheimer «Hopfentropfen» fand grossen Anklang. Bei den restlichen Marktfahrern des Bauernmarktes nagte das Wetter leider stark am Absatz. Trotzdem meinten viele Passanten, dieser Anlass solle nicht einmalig bleiben und am besten gleich während mehrerer Tage stattfinden.
Auch Hanna Rikenmann aus dem Organisationskomitee (OK) ist zufrieden mit dem Verlauf des Tages: «Wir können zwar Bilder in den Social Media teilen, damit die Konsumentinnen und Konsumenten diese betrachten können, aber die Interpretation der Bilder ist jedem selber überlassen. Hier im Hauptbahnhof können wir mit den Leuten diskutieren und ihnen aufzeigen, was unseren Beruf so spannend, abwechslungsreich und zugleich herausfordernd macht. Damit wollen wir den häufig negativen Berichten über die Landwirtschaft in den Medien entgegenwirken.»

Reibungsloser Ablauf
Die Bauchefin im OK, die HF-Absolventin Julia Hunziker aus Herznach AG, erzählte rückblickend: «Trotz der vielen Vorgaben der SBB konnten wir den gesamten Ablauf der Veranstaltung vom Auf- bis zum Abbau reibungslos über die Bühne bringen. Dies ist vor allem den selbstständigen Helfern zu verdanken. Ohne einen solchen Trupp an helfenden Händen wäre dies nicht möglich gewesen.» Die Zusammenarbeit mit der SBB habe sich schlussendlich auch einfacher gestaltet als erwartet, berichtete Julia Hunziker weiter, trotzdem sei jedes Fahrzeug bei der Ein- und Ausfahrt mit einer Person, die zu Fuss unterwegs war, begleitet worden.
Das OK ist glücklich über den problemlosen Verlauf des Tages und begeistert von dem medialen Interesse am Anlass. Es wünscht sich, dass Anlässe dieser Art häufiger veranstaltet werden, damit die Wertschätzung der Landwirtschaft bei den Konsumenten wächst und über politische Vorstösse mit dem notwendigen Wissen abgestimmt werden kann.

Autorin: Selina Hug, angehende Agro-Techniker HF



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