Qualitätsmanagement Unterricht bei Coca-Cola

19.02.2018

Diesen Montagabend, 12.02.2018, nach dem regulären Unterricht reisten alle 4 Klassen der Lebensmitteltechnologen des 3. Lehrjahres also insgesamt 74 Lernende und 4 Lehrpersonen nach Brütisellen zur Coca-Cola. Alle hatten sich im Fach Qualitätsmanagement mit dem HACCP Konzept ihres Betriebes beschäftigt und nun hörten Sie wie eine Firma wie Coca-Cola das macht. Patrick Wittweiler (Country Sustainability & QSE Manager) selbst gelernter Lebensmitteltechnologe mit FH Abschluss an der ZHAW und Bachelor of sc. in Business Administration, begrüsste uns im Besucherzentrum mit den Worten: «Hallo zäme ich bin der Patrik und bei Coca-Cola sagen wir uns alle du», und stellte die Firma kurz vor. Übrigens, wusstet ihr, dass die einzigen 2 Länder welche kein Coca-Cola produzieren oder regulär verkaufen Nordkorea und Kuba sind? Nordkorea hatten die Lernenden schnell herausgefunden.

Nach der kurzen Einführung erklärte uns Stefan, einer von Patricks Mitarbeitern, wie die Firma ihr HACCP aufgebaut hat und wie sie gewissen Gefahren entgegnen. Danach rundete Patrick den Vortrag mit einem kurzen Input über Foodsafety und Riskmanagement ab. Spannend war, mit welchen Risiken so ein grosser Betrieb zu tun hat. Vom Brand im Gebäude über die Lebensmittelsicherheit, Betriebsunfällen, Pressemitteilungen, bis hin zu Nachhaltigkeit und Umweltschutzthemen, alles wird erfasst, beurteilt, minimiert und genau definiert, verfahren wird, falls so ein Ereignis trotzdem mal eintritt. Die Führung durch die Produktion (leider wurde uns die geheime Rezeptur des Konzentrates nicht verraten) war ein Highlight. Eine Abfüllmaschine (inkl. PET-Rohling-Blasmaschine, Etikettierer, usw.) mit einer Leistung von 36'000 1.5 Literflaschen pro Stunde war das Paradestück was es zu sehen gab. Eine fast vollständig automatische Packerei bis hin zum Palettieren, stretchen, etikettieren war sehr eindrücklich. Zwei freundliche Damen sowie der Produktionsleiter führten uns durch den Betrieb. Eindrücklich war auch, dass sie am Standort Brütisellen während 7 Tagen die Woche in 3 Schichten produzieren. Der Verbrauch an Schweizer Kristallzucker, wenn alle Anlagen in Betrieb sind liege bei ca. 500 Tonnen pro Woche, also etwa 5 Lastwagen mit Zucker pro Tag. Die offene Kommunikation hat uns alle begeistert. Nicht jeder Betrieb steht auch offen zu seinen Stärken und Schwächen. So war denn auch der in den Schlagzeilen bekannte Bericht über den «Fuse-Eistee» nicht mal eine Frage wert. Es waren ja schliesslich alles Fachleute vor Ort, welche sich der Bedeutung eines Produktnamens sehr wohl bewusst sind.

Das letzte Highlight war ein Automat, bei welchem nach Belieben die bekannten Marken mit Pfirsich, Trauben, Limetten, Erdbeeren, und noch mindestens 10 anderen Aromen ausgewählt und beigemischt werden konnten.

Vielen Dank an Coca Cola und ihre Vertreter für diesen einmaligen Einblick in die Praxis der Lebensmittelsicherheit.



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