Zukunftstag vom 9. November am Strickhof in Lindau

20.11.2017

Der Zukunftstag bietet interessierten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, ihre Eltern oder andere Bezugspersonen einen Tag lang in ihrem Arbeitsalltag zu begleiten. Auch dieses Jahr nutzten einige Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse die Möglichkeit, die vielfältigen Berufsfelder am Strickhof näher kennenzulernen. 

In den Gängen erklang freudiges Kinderlachen, während die Eltern sowie Gottis und Göttis ihren kleinen Begleitpersonen den Strickhof zeigten. In den Büros schauten die Kinder den Erwachsenen konzentriert über die Schulter, stellten wichtige Fragen und erledigten kleinere Arbeitsaufträge. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hatte die Kindergruppe noch die Möglichkeit, mehr zum Gemüsebau und zur Ferkelaufzucht zu erfahren.

Eine blumige Überraschung
Vor dem Strickhof-Laden begrüsste Urs Büttiker, Leiter der Strickhof-Gärtnerei, die Kinder, die dick eingepackt dem kalten Wetter trotzten. Er erzählte, dass er bereits seit 30 Jahren am Strickhof arbeite und sich nicht vorstellen könne, einen anderen Beruf auszuüben. Schliesslich habe der das Glück, jeden Tag an der frischen Luft zu verbringen, sich um verschiedenste Pflanzen zu kümmern und auf einen zusätzlichen Spaziergang am Abend getrost verzichten zu können. Auch Luzia Halter, Mitarbeiterin in der Gärtnerei, gefällt die Arbeit in und mit der Natur. Als ausgebildete Zierpflanzengärtnerin habe sie alles, was sie über den Gemüsebau wisse, von Urs gelernt, erklärte sie schmunzelnd.
Dank seiner langjährigen Berufserfahrung hatte Urs Büttiker unzählige Geschichten zu erzählen, als er mit der Kinderschar die Gärtnerei erkundete. Natürlich durfte auch die praktische Arbeit nicht fehlen, die gleich beim Pflügen und dem Pflanzen von Nüsslisalat umgesetzt wurde. Keine Scheu davor zu haben, dreckig zu werden, sei eine wichtige Voraussetzung beim Gärtnern, meinte Urs Büttiker lachend angesichts der dreckigen Hände und Knie der Kinder.
Beim Blumeneintopfen mit Luzia Halter konnten die jungen Besucherinnen und Besucher ausserdem ihren grünen Daumen entdecken. Eifrig bepflanzten sie einen Topf mit farbigen Stiefmütterchen, den sie mit nach Hause nehmen durften. Schliesslich machten sie sich voller neuer Eindrücke aus der Gärtnerei fröhlich schwatzend auf den Weg zum Schweinestall, dessen Umgebung zur Feier des Tages als Traktorteststrecke dienen sollte.

Auf vier Rädern um den Schweinestall
Das Traktorfahren sei schon etwas beängstigend, gab eines der Mädchen zu, als sie die grossen Räder begutachtete. Die Jungen schienen da völlig anderer Meinung zu sein, glaubte man ihren vor Vorfreude glänzenden Augen. Nach einem ersten Testlauf mit einem Strickhof-Mitarbeitenden, der den aufgeregten Jungen die Funktionsweise des Traktors erläuterte, durften diese unter wachsamer Aufsicht selbst einmal ans Steuer. Das breite Grinsen war schon von Weitem zu sehen, als die Buben nach der Fahrt wieder auf den Vorplatz des Schweinestalls einbogen. Und trotz dem anfänglichen Respekt genossen auch die Mädchen die Traktorfahrt in vollen Zügen.
Beim Zvieri wärmte der heisse Tee die Hände und Gemüter, sodass bald lautstark über die bisherigen Erlebnisse diskutiert wurde. Nach der Begrüssung durch Samuel Ritter, Leiter des Schweinestalls, warfen sich die Kinder in «Schale», da sie nur mit Ganzkörperanzug an der Führung durch den Schweinestall teilnehmen durften. Dort erfuhren sie von Samuel Ritter vielerlei Wissenswertes zur Schweinezucht und konnten die neugeborenen Ferkel und ihre Mütter bestaunen.
Der Tag neigte sich seinem Ende zu und es wurde Zeit zum Aufbruch. Wild durcheinanderschwatzend berichteten die Kinder den Bezugspersonen von ihren Erlebnissen, schilderten die abenteuerliche Traktorfahrt und zeigten stolz die selbst bepflanzten Blumentöpfe. Und wer weiss, ob die gewonnen Einblicke einigen im Gedächtnis bleiben und den künftigen Karriereweg in die grüne Branche führen werden.

Nadia Posch, Strickhof



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