Obstbauschüler zu Besuch auf Beerenbetrieben im Kanton Zürich

21.06.2017
„Witterungsschutz bei Beeren ist auch für uns als Direktvermarkter sehr wichtig und die Topfkulturen helfen diese kapitalintensiven Strukturen langfristig rentabel zu bewirtschaften“ erklärte Patrick Vollenweider den angehenden Obstfachleuten während des Rundgangs.

„Witterungsschutz bei Beeren ist auch für uns als Direktvermarkter sehr wichtig und die Topfkulturen helfen diese kapitalintensiven Strukturen langfristig rentabel zu bewirtschaften“ erklärte Patrick Vollenweider den angehenden Obstfachleuten während des Rundgangs.

Diese Woche stand für die Lernenden des 1. Lehrjahres im Fach Obstbau eine Fachexkursion zum Thema Beerenbau auf dem Programm. Zwei Betriebe im Kanton Zürich öffneten ihre Türen in der Hauptsaison und erlaubten den Strickhof-Schülern somit einen interessanten Einblick in die Praxis des Beerenbaus in all seiner Vielseitigkeit.

 

 

Produktion im grossen Stil für den Handel
Zuerst durften die Schüler/innen unter Begleitung ihres Fachlehrers Hagen Thoss beim Betrieb Schibli in Otelfingen Station machen. Heinz Schibli führt den 72 ha Betrieb gemeinsam mit Sohn Dominik. Der Beerenbau wird auf dem Näppbrunnenhof auf einer Fläche von rund 14 ha betrieben und er ist damit einer der grössten Beerenbaubetriebe des Kantons Zürich. Im Vordergrund steht klar die Erdbeerkultur mit rund 11 ha Fläche, wovon ein guter Teil auch mit Folienhäusern und Substratkulturen sehr intensiv kultiviert ist. Hier gab Heinz Schibli den Lernenden interessante Details zur Kulturführung preis, wie Fertigationstechnik oder satzweisen Anbau zur kontinuierlichen Markversorgung über mehrere Monate. Die Himbeeren werden auf dem Betrieb Schibli nur noch als Topfkultur angebaut. Damit diese aufwendige Anbauform auch wirtschaftlich ist, müssen die Pflanzen optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt sein, um viele grosse Früchte zu produzieren. Auch hier ermöglicht ein satzweises Pflanzen der long-cane-Pflanzen eine lange kontinuierliche Erntesaison.

Direktvermarktung steht im Vordergrund
Auf dem zweiten Betrieb bei Illnau führte Patrick Vollenweider die Gruppe durch die rund 1,5 ha Beerenkulturen vom Talacherhof, den er gemeinsam mit seinem Vater und dem Bruder bewirtschaftet. Auf dem Talacherhof ist der Kunde König, und die Beerenproduktion ist ganz auf den Ab-Hof-Verkauf ausgerichtet. Die grosse Palette der Beerenfrüchte reicht von den Erdbeeren und Himbeeren über Brombeeren bis zu den Johannisbeeren. Für die Schüler interessant zu sehen war, dass die Kulturen sind zu Teil im Boden stehen und zum Teil als Substratkulturen in Töpfen gepflanzt sind. Für die Topfkulturen verwendet der Betrieb Vollenweider ein neues Steuerungssystem der Firma PlantCare für die Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen. Das vollautomatische System erlaubt eine sehr bedarfsgerechte, automatisierte Versorgung der Pflanzen und wird auch im Freiland erfolgreich eingesetzt. Dies ist für den Betrieb, der neben den Beerenkulturen auch intensiv Gemüse anbaut, ein wichtiges Element zur Sicherung der Qualität für den gut frequentierten Hofladen.



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