Düngung Aktuell KW 15/2016

14.04.2016
Sattgrüne Bestände deuten auf eine ausreichende N-Versorgung durch die Knöllchenbakterien hin (Quelle: Strickhof)

Sattgrüne Bestände deuten auf eine ausreichende N-Versorgung durch die Knöllchenbakterien hin (Quelle: Strickhof)

 

 

 

 

 

 

Weniger ist Mehr, wenn es um die N-Düngung von Soja geht

Da die Bodentemperatur schon an vielen Orten auf knapp 10° C (in gut 10 cm tiefe) angestiegen ist, steht der Sojasaat nichts mehr im Wege. Im Grundsatz sollte zu Soja kein Stickstoff gedüngt werden. Wie alle Leguminosen, geht auch Soja eine Symbiose mit den Knöllchenbakterien ein. Dadurch wird Luftstickstoff in den Knöllchen gebunden und der Pflanze zur Verfügung gestellt. Mit einer Stickstoffgabe würde nur die Leistung der Knöllchenbakterien geschmälert. Auch auf Hofdünger sollten sowohl vor- als auch nach der Saat verzichtet werden. Denn neben der Reduktion der N-Fixierung, wird auch noch die Abreife verzögert. Sollten dennoch zu wenig Knöllchen gebildet werden und die Pflanzen einen N-Mangel zeigen, könnte immer noch vor der Blüte eine leichte N-Gabe ausgebracht werden.

Damit sich die Bakterien im Bestand auch wirklich etablieren können, braucht es eine sogenannte Impfung. Da Soja keine heimische Pflanze ist, sind die benötigten Bakterien auch nicht in unseren Böden angesiedelt. Aus diesem Grund sollte besonders bei einer erstmaligen Aussaat eine Impfung vorgenommen werden. Die Bakterien überdauern dann im Boden. Zur Ertragssicherung empfiehlt es sich jedoch, die Impfung zu jeder Aussaat erneut durchzuführen. Neben der Impfung stellt eine gute Bodenstruktur eine weiter wichtige Grundlage für die positive Entwicklung der Knöllchenbakterien dar.

P- und K-Bedarf

Bezüglich Phosphor- und Kali lässt sich Soja in etwa mit Gerste vergleichen. Wenn beide Nährstoffe regelmässig über die Fruchtfolge gedüngt werden, kann auf eine Düngung vor der Saat verzichtet werden. Anders sieht es hingegen auf knapp versorgten Böden aus. In solchen Fällen empfiehlt sich die Gabe von rund 60 kg Phosphor (z.B. Triple-Super) und 140 kg Kali, welcher im Idealfall noch etwas Magnesium enthält (z.B. Patentkali, Kalk-Kali).



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