Düngung aktuell KW 22

28.05.2015
Von Staunässe geschädigter Kartoffelbestand (Strickhof)

Von Staunässe geschädigter Kartoffelbestand (Strickhof)

Kartoffeln fallweise nachdüngen

Die ergiebigen Niederschläge der vergangenen Wochen nagten fallweise stark an den Stickstoffreserven im Boden.

An den Kartoffelbeständen kann aktuell noch kaum ein N-Mangel festgestellt werden. Beim Einsatz von leicht verfügbarem Stickstoff (Nitrat) zur Pflanzung, muss davon ausgegangene werden, dass ein Teil des gedüngten N verlagert wurde. Vorsicht: Auch Harnstoff kann in wassergesättigten Böden ausgewaschen werden. Wie viel Nährstoffe ausgewaschen wurden, hängt von der Bodenart ab.

Der Boden hat einen entscheidenden Einfluss auf das Rückhaltevermögen der Nährstoffe. Auf leichten, wenig tiefgründigen Böden mit einem hohen Sandanteil muss mit einer höheren Auswaschrate gerechnet werden. In schwereren, tonigen Böden werden die Nährstoffe hingegen besser zurückgehalten. Auch ein höherer Humusgehalt trägt zur besseren Stickstoff-Bindung bei. Aus diesem Grund empfehlen wir abhängig von der Bodenart und vom bereits eingesetzten Stickstoff (Form und Gesamtmenge) die Kartoffel wie folgt nachzudüngen:

  • Leichte, sandige Böden: bis 50 kg N/ha
  • Tonige und humose Böden, sofern mit Ammonium-Nitrat gedüngt wurde: bis 30 kg N/ha

Als Dünger eignet sich beispielsweise Ammonsulfat. Zudem hängt die Einsatzmenge vom N-Kontingent der Nährstoffbilanz ab



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