Düngung aktuell 23. April

23.04.2015
Exakte Düngerablage bei der Unterfussdüngung gilt es bei der Saat zu prüfen (Bild: Strickhof)

Exakte Düngerablage bei der Unterfussdüngung gilt es bei der Saat zu prüfen (Bild: Strickhof)

Gute Startbedingungen für den Mais schaffen

Um einem allfälligen Phosphormangel bei Mais vorzubeugen, ist es von Vorteil, gleich zur Saat noch Phosphor zu düngen – eventuell in Form einer kombinierten Stickstoff-Phosphor-Unterfussdünung

Die warmen Tage der vergangenen Woche vermochten die Bodentemperatur leicht anzuregen. Aktuelle Messungen im Weinland ergaben Folgendes: Auf einer Parzelle mit Winterfurche (Tongehalt von 35 %) lag die Temperatur in 10 cm Tiefe bei 9°C. Wärmer war es hingegen in einem frisch gepflügten Feld (Tongehalt von 35 %) mit rund 11°C. Damit sind die Temperaturen für die Maissaat erreicht.

Phosphormangel vorbeugen

Die eher geringen Bodentemperaturen bedeuten auch, dass die Mineralisation bis jetzt sehr verhalten abläuft. Der Nährstoffbedarf der kleinen Maispflanzen ist in den ersten Wochen noch gering. Jedoch ist in dieser Zeit auch das Wurzelwerk noch nicht stark ausgeprägt, wodurch das Nährstoffaneignungsvermögen schwach ist. In Kombination mit der geringen Mineralisation und dem schwachen Wurzelwerk ist die Nährstoffaufnahme stark eingeschränkt. Als Folge treten Mangelsymptome auf. Dies zeichnet sich praktisch jedes Jahr an den violett verfärbten Pflanzen als Zeichen für Phosphormangel ab. Oft vergehen die Verfärbungen nach einigen Tagen wieder, da in den meisten Fällen genügend Phosphor im Boden vorhanden ist. Die Jugendentwicklung verzögert sich jedoch. Um dem Phosphormangel in der Jugendentwicklung vorzubeugen, ist es daher sinnvoll, eine geringe Phosphorgabe gleich zur Saat zu verabreichen. Die P-Menge sollte dabei 60 kg/ha nicht überschreiten.

Wasserlösliche P-Form

Damit das Phosphat auch wirklich rasch für die Pflanze verfügbar ist, muss die Phosphatform unbedingt wasserlöslich sein (z.B. Triple-Superphosphat 46 %). Der Dünger sollte nicht auf der Bodenoberfläche zu liegen kommen, sondern gleich in den Boden eingearbeitet werden. Idealerweise wird dieser gleich mit der Saat (Unterfussdüngung) ausgebracht. Dadurch wird das Düngerkorn auch im richtigen Abstand zum Samen platziert.

Damit keine Salzschäden entstehen, sollte der Dünger mindestens 5 cm tiefer als das Maiskorn und 5 cm seitlich des Saatkorns zu liegen kommen. Bei einer Unterfussdüngung

lohnt sich zudem der Einsatz eines kombinierten Stickstoff- Phosphordüngers. Besonders gut eignet sich DAP-Dünger mit 18 % N und 46 % P. Wer lieber nicht zu viel P einsetzten möchte, kann auch auf ausgeglichenere Dünger setzen. Als gute Alternative zeichnet sich der «Maisdünger» 20/20 ab (20 % N und 20 % P). Durch den Einsatz eines kombinierten Düngers kann auch gleichzeitig noch die erste Überfahrt mit N eingespart werden. Dadurch entfallen auch ein wenig die Wetterabhängigkeit und die Verbrennungsgefahr der Blätter.



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