Anbaustrategie 2015 planen

03.07.2014

Zwischenbegrünung 2014 und Anbaustrategie 2015 gleichzeitig planen

Die Änderungen der AP 14/17 beginnen zu greifen. So gilt es die neuen Saattermine für die Zwischenbegrünung zu beachten, wobei das Anbauverfahren die Ressourceneffizienz-

Dieser Grundsatz der Begrünung während den Wintermonaten besteht nach wie vor: Nach der Ernte einer Hauptkultur muss entweder im selben Jahr die nächste Kultur angesät oder eine Zwischenbegrünung angelegt werden. Bei den Saat- und Umbruchzeitpunkten hat es hingegen einige Änderungen gegeben.

Neue Saattermine

Neu ist die Zwischenbegrünung in der Talzone vor dem 1. September zu säen. Ist dies der Fall, kann diese wie bis anhin ab dem 15. November umgebrochen werden. Wird hingegen erst nach dem 1. September begrünt, z.B. wegen einer Unkrautkur, muss die Saat bis am 30. September erfolgen. Dies hat dann zur Folge, dass erst ab dem 15. Februar umgebrochen werden darf. Falls auf dieser Parzelle eine Winterfurche gemacht werden soll, kann ein Flächentausch vorgenommen werden. Sprich, auf einer anderen, gleich grossen Fläche muss dafür die Zwischenkultur bis am 15. Februar stehen gelassen werden.

Fallbeispiel

An einem konkreten Beispiel mit Weizen als Vorkultur und Zuckerrüben als Folgekultur bedeutet dies folgendes: Wird der Weizen anfangs August gedroschen, muss bis am 1. September eine Gründüngung angesät sein. Dann kann ab dem 15. November eine Winterfurche gemacht werden. Wenn nun aber noch eine Unkrautbehandlung durchgeführt und erst Mitte September die Gründüngung gesät wird, darf erst ab dem 15. Februar umgebrochen werden. An dieser Stelle könnte nun noch mit einer anderen Parzelle «getauscht» werden, um dennoch eine Winterfurche machen zu können.

Einfluss auf REB

Beim Säen der Zwischenkultur muss bereits das geplante Anbausystem für die Folgekultur im Auge behalten werden. Damit Ressourceneffizienzbeiträge (REB) im Bereich der reduzierten Bodenbearbeitung geltend gemacht werden können, müssen für die Begrünung dieselben Vorgaben eingehalten werden. Dies gilt für den Glyphosateinsatz und teilweise auch für die Bodenbearbeitung. Die Zwischenbegrünung muss in Form von Mulch-, Streifen- oder Direktsaat angelegt werden. Es ist jedoch nicht relevant, nach welchem dieser drei Saatsysteme die Hauptkultur angebaut werden soll. Wenn nun also die Zuckerrüben im vorherigen Beispiel direkt gesät werden, kann die Gründüngung auch als Mulchsaat angelegt werden. Für die Zwischenkultur muss nicht dieselbe Saattechnik wie für die Hauptkultur gewählt werden.



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