Obstbauschüler zu Besuch auf Beerenbetrieben im Kanton Zürich

20.06.2013

Vergangene Woche stand für die 15 Lernenden des 1. Lehrjahres im Fach Obstbau eine Fachexkursion zum Thema Beerenbau auf dem Programm. Zwei Betriebe im Kanton Zürich öffneten ihre Türen in der Hauptsaison und erlaubten den Strickhof-Schülern somit einen interessanten Einblick in die Praxis des Beerenbaus in all seiner Vielseitigkeit.

 

Produktion im grossen Stil für den Handel

Zuerst durften die Schüler/innen unter Begleitung ihres Fachlehrers Hagen Thoss beim Betrieb Schibli in Otelfingen Station machen. Heinz Schibli führt den 72 ha Betrieb gemeinsam mit Sohn Dominik. Der Beerenbau wird auf dem Näppbrunnenhof auf einer Fläche von rund 12 ha betrieben und er ist damit einer der grössten im Beerenbau des Kantons Zürich. Im Vordergrund steht klar die Erdbeerkultur mit rund 8 ha Fläche, wovon ein guter Teil auch mit Folienhäusern und Substratkulturen kultiviert ist. Hier gab Heinz Schibli den Lernenden interessante Details zur Kulturführung preis, wie Fertigationstechnik oder satzweisen Anbau zur kontinuierlichen Markversorgung über mehrere Monate. Im Freiland gab es dann Unterricht zum Thema Pflanzenschutzprobleme bei Erdbeeren. Denn durch die vielen Niederschläge waren die ungeschützten Felder stark mit Pilzbefall bedroht. Eine grosse Herausforderung für den Produzenten, der dem Handel nur beste Ware abliefern kann.

 

Direktvermarktung steht im Vordergrund

Auf dem zweiten Betrieb bei Illnau führte Patrick Vollenweider die Gruppe durch die rund 1,5 ha Beerenkulturen vom Talacherhof, den er gemeinsam mit seinem Vater und dem Bruder bewirtschaftet. Auf dem Talacherhof ist der Kunde König, und die Beerenproduktion ist ganz auf den Ab-Hof-Verkauf ausgerichtet. Die grosse Palette der Beerenfrüchte reicht von den Erdbeeren und Himbeeren über Brombeeren bis zu den Johannisbeeren. Für die Schüler interessant zu sehen, war, dass die Kulturen zum Teil im Boden stehen und zum Teil als Substratkulturen in Töpfen gepflanzt sind. Für die Topfkulturen verwendet der Betreib Vollenweider ein neues Steuerungssystem der Firma PlantCare und das erlaubt eine sehr bedarfsgerechte automatisierte Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Dünger. Dies ist für den Betrieb, der neben den Beerenkulturen auch intensiv Gemüse anbaut, ein wichtiges Element zur Sicherung der Qualität für den gut frequentierten Hofladen.

 



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