Schulstart 2010/11– Strickhof bewegt vorwärts

15.09.2010

Der Strickhof als landwirtschaftliches Kompetenzzentrum entwickelt sich auftragsgemäss stetig weiter. In enger Zusammenarbeit mit der Praxis und angepasst an die Entwicklungen in der Arbeitswelt, wird das Lehrgangsangebot optimiert und erweitert.

Ab Mitte August haben am Strickhof die Lernenden der Grundbildung, der Berufsmaturitätsschule und der höheren Berufsbildung das neue Schuljahr 2010/2011 in Angriff genommen. Nach den Herbstferien starten auch die übrigen Lehrgänge und der Strickhof wird damit an den beiden Standorten Lindau und Wülflingen mit über 1'600 Lernenden in 85 Klassen auch im laufenden Schuljahr wieder sehr gut ausgelastet sein.

Bildungsreform Landwirtschaft auf Kurs

Zusammen mit den Berufsbildnern und der Kommission Bildung und Soziales des Zürcher Bauernverbandes arbeitete der Strickhof in verschiedenen Projektteams intensiv an der Detailumsetzung der Reform. Neben der Erstellung von entsprechenden Lehrmitteln wird in Zusammenarbeit mit der Branche intensiv an den Grundlagen für das neue Qualifikationsverfahren (früher Lehrabschlussprüfung) gearbeitet. Im neuen Bildungsmodell werden in diesem Schuljahr total 176 Lernende im 1. und 2. Schuljahr unterrichtet, wobei neben den dreijährigen Lehren Landwirt, Obstbaufachmann und Geflügelzüchter auch ein stattliche Anzahl Lernender die zweijährige Attestlehre zum Agrarpraktiker absolvieren. Nach altem Recht schliessen in diesem Schuljahr am Strickhof zusätzlich weitere 160 Lernende ihre landwirtschaftliche Grundbildung ab.

Bäuerinnenschule weiterhin sehr gefragt

Mit über 100 Interessentinnen sind die Angebote der beruflichen Weiterbildung an der Strickhof Bäuerinnenschule nachgefragt wie noch nie: So können der Haushaltskurs, der Semesterfachkurs und der Berufsbegleitende Kurs jeweils mit vollen Klassen geführt werden. Leider mussten einige Interessierte auf die Warteliste gesetzt und auf das nächste Schuljahr vertröstet werden.

NBMS als Sprungbrett zum Agronomen

Die Naturwissenschaftliche Berufsmaturitätsschule, konnte nach einem Jahr mit eher weniger Absolventen wieder stark zulegen, was auf organisatorische Anpassungen und Verstärkung der Präsenz dieses Bildungsangebotes zurückzuführen ist. Speziell die in zwei grossen Klassen geführte Vollzeit NBMS (ein ganzes Schuljahr nach der Lehre), aber auch die lehr- und berufsbegleitende NBMS mit Lernenden aus verschiedenen naturnahen Berufen ist am Strickhof gut positioniert. Um auch in der neuen Struktur der landwirtschaftlichen Lehre eine für Lehrbetriebe tragbare und für Lernende attraktive NBMS anzubieten, hat der Strickhof als schweizweit erste landwirtschaftliche Schule ein neues Lehr- und Schulkonzept einer integrierten NBMS mit Lehrbetriebsverbund mit ausgesuchten Praxisbetrieben. Damit soll ein Beitrag geleistet werden zur dringend benötigten Rekrutierung von Lernenden mit landwirtschaftlicher Grundausbildung, die nach dreijähriger Lehre und Berufsmatura ein Agronomiestudium an der Fachhochschule aufnehmen.

Höhere Berufsbildung als wichtige Kaderschmiede

Der Strickhof bietet seit über zehn Jahren die Ausbildung zum Agrotechniker HF und seit letztem Herbst die Ausbildung zum Agro-Kaufmann/-frau HF an. Agro-Kaufleute sind in der Lage, in den einzelnen Märkten sowohl die Rolle des erfolgreichen Käufers als auch diejenige des erfolgreichen Verkäufers wahrzunehmen. Sie haben vernetztes Wissen über die Agrarmärkte und deren Akteure. Typische Tätigkeitsfelder von Agro-Kaufleuten finden sich im Gross- und Detailhandel, im Buchhaltungs- und Treuhandwesen, sowie im Marketing. In verantwortungsvollen Jobs – meist nach einigen Jahren Berufserfahrung und gezielten Weiterbildungen -  steigen Agro-Techniker und Agro-Kaufleute bis in das Top Management von Unternehmungen der vor- und nachgelagerten Branchen auf. Die beiden Klassen der Höheren Fachschule am Strickhof  sind für dieses Jahr ausgebucht, ebenso die seit über 30 Jahren exklusiv am Strickhof angebotene Landwirtschaftliche Handelsschule. Auch die landwirtschaftliche Betriebsleiterschule, die mit ihrem modulartigen Aufbau speziell auf die Führung des eigenen Unternehmens ausgerichtet ist, startet mit über 30 Lernenden nach den Herbstferien.

Lernen und Leben auf dem Strickhof Campus

Gemäss dem Strickhof Motto «Fördern und Fordern» erwartet die Lernenden ein spannendes und kreatives Lernumfeld. Die Lehrpersonen setzen sich täglich für die Lernenden ein und begleiten sie während ihrer Zeit am Strickhof. Auf Beginn des neuen Schuljahres wurde ein attraktives Campus-Programm zusammengestellt: Von Sportturnieren, Movie-Nights, Kochkurs, Adventsmarkt über Kürbisschnitzen ist für jeden Lernenden etwas dabei, welches den Ausgleich zum anforderungsreichen Schulalltag bringen soll.



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