Düngung aktuell vom 23. Mai 2012

23.05.2012
Ideales Stadium für die Kopfgabe.

Ideales Stadium für die Kopfgabe.

Bemessung der Kopfgabe in Mais

 

Nmin-Resultate in Mais – 30 bis 40  kg mehr Stickstoff einsetzen als letztes Jahr   

Für Mais liegen nun ebenfalls aktuelle Nmin-Resultate vor. Im Durchschnitt werden in den beprobten Maisparzellen (0 – 60 cm) 113 kg N/ha gemessen (Median 112 kg N/ha,  Schwankungsbereich 64 – 173 kg N/ha). Das sind rund 30 kg N/ha weniger als letztes Jahr. Bei näherer Betrachtung der Resultate fällt auf, dass deutlich höhere Nmin-Werte gemessen werden, wenn vor der Saat Mist eingesetzt wurde. Rund 30 kg N/ha höher sind die Nmin-Gehalte von Parzellen mit einer normalen Mistgabe im Vergleich zu jenen mit einer rein mineralischen Düngergabe von max. 45 kg N/ha zur Saat.

Aufgrund dieser Feststellung muss die Kopfgabe in Mais dieses Jahr 30 bis 40  kg N/ha höher ausfallen als letztes Jahr. Im Normalfall sind als Kopfgabe 60 – 75 kg N/ha einzusetzen. 

Bei reichlicher Zufuhr von organischen Düngern (Mist oder Kompost), bei hohen N-Handelsdüngergaben zur Saat (über 45 kg N/ha), bei Kunst- bzw. Naturwiesen als Vorkultur sowie auf Böden mit erhöhtem Humusgehalt ist die Kopfgabe um 20 - 30 kg N/ha zu reduzieren. Treffen mehrere der erwähnten Voraussetzungen zu, kann die Kopfgabe noch weiter reduziert werden.

Auf flachgründigen Böden ohne Zufuhr organischer Dünger und ohne Kunst- oder Naturwiese als Vorkultur ist die Kopfgabe um 10 - 20 kg zu erhöhen.

Optimaler Einsatzzeitpunkt der Kopfgabe bleibt das 5 – 6 Blattstadium, erst im 8- Blattstadium steigt der N-Bedarf stark an!

Um die N-Verluste möglichst klein zu halten, sind Einzelgaben über 60 kg N/ha wie gewohnt aufzuteilen und im Abstand von 10 – 14 Tagen auszubringen.

Unter eher trockenen Bedingungen müssen Harnstoff, aber auch Gülle, welche bekanntlich ein erhöhtes Risiko für Ammoniakverluste aufweisen, entweder sofort eingearbeitet oder unmittelbar vor einem leichten bis mässigen Regenereignis ausgebracht werden. Die Tageszeit ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen.     

 

René Gämperle, Düngung & Ressourcenschutz

 



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