Informationen für interessierte Betriebe

Wer kann sich am Projekt beteiligen?
Beteiligen können sich je 10 Betriebe aus dem Kanton Zürich mit Betriebsausrichtungen auf Milchkühe grünlandbetont, Milchkühe mit Ackerbau und Betriebe mit Schweinen oder Geflügel. Die Betriebe müssen 25 ha oder mehr bewirtschaften, Betriebe mit Schweinen oder Geflügel können auch kleiner sein. 21 Betriebe sind bereits rekrutiert. Weitere geeeignete Betriebe, welche die Teilnahmekriterien erfüllen, werden in den nächsten Tagen noch vom Strickhof kontaktiert.

Was sind die wichtigsten Anforderungen an die Betriebsleitenden?
Offenheit und hohe Eigenmotivation; saubere und vollständige ÖLN-Aufzeichnungen; die Bereitschaft, für die N-Wirtschaft wesentliche Betriebsdaten offenzulegen und Zugang zu TVD, Zuchtbuch, TSM und z.T. Buchhaltung zur Verfügung zu stellen.

Welche Massnahmen können umgesetzt werden?
Das Projekt umfasst eine breite Palette an bekannten und bewährten, aber auch innovativen Massnahmen (siehe Tabelle). Das umzusetzende Massnahmenpaket wird gemeinsam mit den Landwirten betriebsspezifisch vereinbart.

Tabelle Massnahmen:

Massnahmenbereich Mögliche Massnahmen
1 Fütterung Milchvieh und Futterbau optimieren

Reduktion des durchschnittlichen jährlichen Milch-Harnstoffwertes auf unter 20 mg pro dl

Reduktion od. Verzicht auf Zufuhr von N aus betriebsfremden Futtermitteln
2 N-Wirkung der Hofdünger verbessern

Stall:

Abluftreinigung bei zwangsbelüfteten Schweine- und Geflügelställen; Laufgänge mit Quergefälle, Harnsammelrinne und Rinnenräumer; Erhöhte Fressstände; Kotbandtrocknung Geflügel

Hofdünger-Ausbringung

Einsatz Güllegrubber oder Gülle-Injektion; Einsatz Schleppschuhgeräte; hohe Gülleverdünnung, Mist sofort einarbeiten

Planung der Hofdünger-Ausbringung

Planung der Hofdüngergaben (Zeitpunkt, Mengen); Nährstoffgehalt der Gülle bestimmen (Analysen, klassisch oder „Realtime“ mit automatische Steuer - & Regelsystem bei Befüllung Fass; Nitrifikations- oder Ureasehemmer in Gülle einsetzen (z. B. Piadin)

Gülleseparierung unter Berücksichtigung der gesamten Hofdüngerkette; Gülleansäuerung; weitere individuelle Massnahmen nach betriebsspezifischer Abklärung
3 N-Wirkung der Mineraldünger erhöhen Parallelfahrsysteme, manuell oder automatisch; Section Control (automatische Teilbreitenschaltung); Teilflächenspezifische Düngung unter Berücksichtigung des Pflanzen- & Bodenzustands; Einsatz von N-stabilisierenden Düngemittel, Slow-Release-Dünger; Management-Massnahmen Mineraldüngung (Düngen nach detaillierten Bodenanalysen, Düngungsplanung, Keine Sicherheitsmargen, Dünger einhacken, Reihendüngung, Splitting von Gaben; Mischkulturen; weitere innovative Massnahmen nach betriebsspezifischer Abklärung
4 Pflanzenbauliche Massnahmen Optimierungen der Fruchtfolge; Neue Kulturen, Zwischen-, Gründüngungen, Über-, Untersaaten; Ersatz von Mineraldünger-N- durch Leguminosen ohne jegliche N-Zufuhr; Ersatz von Mineraldünger-N- durch Leguminosen ohne jegliche N-Zufuhr; Nach Kartoffeln: Zwischenfrüchte od. Grasmischung innerhalb 14 Tage nach Ernte; kein Wintergetreide nach Kartoffeln; weitere innovative pflanzenbauliche Massnahmen nach betriebsspezifischer Abklärung
5 Innovative Massnahmen Nach betriebsindividuellen Bedürfnissen und Abklärungen

Interessierte melden sich bei Daniel Widmer, Strickhof, ; Telefon: 058 105 98 77

Wie werden die Pilotbetriebe abgegolten?
Mit jedem Betrieb wird ein betriebsspezifisches Ziel zur Steigerung der N-Effizienz während 6 Jahren festgelegt. Mit einem jährlichen Grundbeitrag von 2‘500 Fr. werden administrative Mehraufwände und generelle Risiken bei der Umsetzung von Massnahmen pauschal abgegolten. Zusätzlich zum Grundbeitrag erhält der Betrieb einen Betrag für die Erreichung der gesteckten N-Effizienzziele: Für die Reduktion des N-Saldoüberschusses werden maximal 7‘500 Fr. pro Betrieb und Jahr abgegolten. Die N-Saldoüberschüsse sind stark umweltbedingt und können von Jahr zu Jahr massiv schwanken. Deshalb wird zusätzlich die Reduktion der N-Zufuhr auf den Betrieb, welche von den Bewirtschaftenden einfacher zu steuern ist, mit max. Fr. 5‘000 pro Betrieb und Jahr abgegolten.

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