Catch the sun - Gigathlon 2010

Von 955 gemeldeten, starteten 943 und beendeten 859 Team of Five den diesjährigen Gigathlon 2010. Mit dabei zwei Teams vom Strickhof!

Während das eine Strickhof-Team sich en bloc in Lindau traff und den Bus packte, stiessen beim anderen Strickhof-Team die Sportbegeisterten nach und nach dazu, bis dann abends in Thun die beiden Teams komplett waren.

Nach einer mehr oder weniger ruhigen und erholsamen Nacht im knallroten Zeltcamp auf der Thuner Allmend –die Zelte bildeten akurat das Wort „Thun“, was aus der Vogelperspektive umso eindrücklicher war- eröffneten die Inliner kurz nach Sonnenaufgang den diesjährigen Gigathlon. Nach rasanter Inlinefahrt über Panzerpiste und durch das hügelige Emmental, machte sich der Biker von Langnau aus auf ins Napfgebiet. „Am 1. Tag traf ich eine Bikerin auf dem Weg zum Start, welche mich während des ganzen Tages begleitete. Per Zufall traffen wir uns sogar nach dem Rennen wieder.“ (Dani Trüssel) War die zum Teil sehr anspruchsvolle Abfahrt zurück nach Langnau geschafft, übergab der Biker den Zeitmess-Chip an den Rennvelofahrer. Erstmals wurde eine Rennvelostrecke in Lungern durch die Schwimmstrecke unterbrochen, was für die RennvelofahrerInnen eine Pause bedeutete, bevor sie die restlichen 37 km und 400 Höhenmeter nach Interlaken unter die Pedale nahmen. Als Highlight dieses „Rising Saturdays“ galt die Panoramalaufstrecke mit rund einem Dutzend giftigen Steigungen, auf der die Läufer dem Thunersee entlang Thun und dem restlichen Team entgegen laufen.

Am „Shining Sunday“ steigen die Schwimmerinnen als erstes ins Wasser und schickten im Strandbad Thun die Inliner auf die Piste. Auf ihren Rollen drehten diese eine weite Runde um Thun, bis sie dann im Gigathlon-Camp den Chip den Rennvelofahrern übergeben konnten. Nach Überqueren der Sprachgrenze ins Greyerzerland und über den Jaunpass, nach 1'900 Höhenmetern und 128 km waren in Zweisimmen erneut die Biker an der Reihe. Deren Route war in letzter Minute noch abgeändert worden, so dass der Bikehöhepunkt des Tages nicht mehr die Grimmifurggi war, sondern eine verkürzte Route durch das Niedersimmental nach Spiez. „Mit der Unterstützung eines Bündner Bikers konnte ich viele Plätze gut machen, da wir einander abwechslungsweise Windschatten gaben.“ (Dani Trüssel) Dort gingen dann die Läuferinnen auf die Schlussetappe, auf der sie während den letzten 12 km von ihren Teams zu Fuss auf Velo oder Bike begleitet werden konnten.

War das offizielle Motto des diesjährigen Gigathlons „Catch the Sun“ so dürfte oft auch gegolten haben: „Catch the Flow“!

 

Einige persönliche Impressionen vom Gigathlon:

„Der ganze Anlass war für mich ein super Erlebnis. Die Organisation mit der ganzen Infrastruktur und den Abläufen war eindrücklich. Es gibt sie also doch noch, die grossen Sportanlässe ohne ein riesiges Polizeiaufgebot.

Unterwegs war man immer kollegial, half wenn es nötig war und doch war man Gegner.

Für mich war es sportlich eine echte Herausforderung mit dem wenigen Training, denn das Niveau ist recht hoch; vor allem auf den Rennvelostrecken.

Was ich besonders toll fand, war wie unsere zusammengewürfelte Mannschaft super funktionierte. Ich kannte vorher niemanden von unserer Mannschaft. Am Ziel erreichten wir noch ein gutes Gesamtresultat.

Für das tolle Wochenende möchte ich mich bei allen Beteiligten nochmals herzlich bedanken und hoffe, wir können nächstes Jahr wieder teilnehmen. An mir soll es jedenfalls nicht liegen. Wenn es geht bin ich gerne wieder dabei.“(Koni Morf)

 

„Der Gigathlon sprengt Grenzen" - das stimmt wohl in verschiedener Hinsicht!

Nach 2 Tagen Gigathlon im Vollzeit-Modus kam es mir am Sonntag Abend so vor als sei ich eine ganze Woche weg gewesen... Wir haben 2 1/2 sehr intensive Tage erlebt - nicht nur sportlich, sondern auch in den Teams. Danke Euch allen für die tolle Kameradschaft, die gute Stimmung, Eure Unterstützung und für Euren Einsatz! “ (Kirsten Edelkraut)

„Dank unserem sehr schnellen Inliner konnte ich mit den Topbikern starten, was nicht nur positiv war, jedoch sehr interessant... Die wenigen Fahrerinnen, welche mich beim Hinauffahren überholten, konnte ich zum Glück wieder beim Hinunterfahren einholen. Glück gehabt!“(Dani Trüssel)

Anita Niederer, Sportlehrerin Strickhof (Juli 2010)

 

Ein Erfahrungsbericht

"Der Gigathlon ist eine Mischung aus Sportveranstaltung, Abenteuerreise, Teamerlebnis und persönlicher Grenzerfahrung.“ (zitiert nach www.gigathlon.ch)

 

Zu fünft hatten wir, 3 NBMS Schüler, 1 NBMS Schülerin und 1 Jahresschülerin, uns während einem halben Jahr mehr oder weniger seriös auf diesen Grossanlass vorbereitet. Mittels Trainingsplänen und gemeinsamen Aktivitäten hatten wir trainiert und uns selbst und gegenseitig gefordert.

Schliesslich war der Tag der Entscheidung, der Freitag, 09. Juli 2010, gekommen und wir Gigathleten trafen uns am Strickhof, um gemeinsam die Anreise anzutreten. Bereits dies war ein erstes Highlight. Die Partystimmung in unserem Bus und die VIP-Behandlung von uns Gigathleten durch die Verkehrskadetten waren ein tolles Erlebnis.

Angekommen im Gigathlon Camp in Thun wurden wir überwältigt von tadelloser Organisation und grossartiger Stimmung unter den Athleten. „Im Prinzip ist der Gigathlon wie ein Openair, nur das niemand Alkohol trinkt oder raucht“. Auch die Stimmung in unserem Team war während des ganzen Anlasses gigamässig.

Ausgerüstet und gesättigt ging das Team früh schlafen, um am Samstag, dem ersten Wettkampfstag, alle Kräfte mobilisieren zu können. Jeder von uns machte seine eigenen Erfahrungen auf seiner „Kampfstrecke“ und am Abend waren alle ziemlich erschöpft. Nach dem ersten Wettkampfstag belegte unser Team den 664. Platz von 916. Das bewies, dass wir uns als ambitionierte Hobbysportler sehen lassen können und mit zwar etwas müden Beinen freute sich jeder auf seine zweite Disziplin. Der Sonntag verlief zu Beginn völlig nach Plan bis zum Sturz des Rennradfahrers. Dies zwang zur Aufgabe dieser Disziplin und so findet sich unser Team nicht in der Gesamtwertung.

Trotz dieses Zwischenfalls war auch der Sonntag ein Höhepunkt für das Team und der ganze Wettkampf bleibt als grossartiger Anlass in unserer Erinnerung. Nach, und bereits schon während des Anlasses war uns klar, dass wir auch nächstes Jahr wieder teilnehmen wollen, möglicherweise sogar wieder als gemeinsames Team. Auf jeden Fall wirkte der Gigathlon sehr motivierend, so dass jeder von uns sich sogleich wieder ins Training stürzten möchte.

 

Wir bedanken uns herzlich beim Strickhof für die finanzielle und materialtechnische Unterstützung. Die meisten von uns wären wohl kaum ohne das Strickhof-Angebot in den Genuss dieses Anlasses gekommen. Des Weiteren möchten wir auch unseren Dank aussprechen für unsere Turnlehrerein Corinne Maurer, die uns stets mit Rat und Tat zur Seite stand.

 

Die Gigathleten: Bianca Wiesmann, Anna Kreis, Josias Meili, Dimitri Walder, Philippe Fuchs

Zusätzliche Informationen zum Inhalt