Pflanzenschutz aktuell 11. April

11.04.2017

Gestressten Weizen nur «schonend» behandeln, in Rüben den Split auf möglichst kleines Unkraut setzen und in Erbsen die Blattränder kontrollieren.

 

Rüben

Unkrautsituation

Die Rüben laufen mit dem Unkraut auf. Man findet Melden (weiss gepudert), Vogelknöterich und Ausfallraps. In früh gesäten Feldern haben diese zuweilen schon 2-4 Blätter. Grösser dürfen sie nicht werden, damit die Kontaktmittel sie noch erwischen. In diesem Fall unterstützt eine Zumischung von 100g /ha Venzar (Lenacil) oder der Einsatz des Mittels Betanal maxxPro (Formulierung mit Lenacil) die Kontaktwirkstoffe. In später gesäten Feldern hat es wegen der Trockenheit wenig Unkraut im Keimblattstadium, trotzdem sollte mit dem ersten Split nicht mehr zugewartet werden. Sind bereits Klebern, Ausfallraps oder Hundspeterli vorhanden, ist eine Zumischung von 20 g/ha Debut ab dem 1. Split sinnvoll.

 

Eiweisserbsen

Unkraut

Wo noch nicht behandelt, empfehlen wir zu den blattaktiven Wirkstoffen eine Bodenkomponente (Pendimethalin) beizumischen, weil es, sobald es feucht wird, eine starke Keimwelle geben wird. In früh behandelten Feldern haben die Bodenherbizide oft nicht gut gewirkt. Hier sind Nachbehandlungen mit Basagran, oder falls in der ersten Behandlung nicht dabei, Bolero (Melden und Knöterich) möglich.

Blattrandkäfer

Bei den Sommereiweisserbsen ist, sobald sich die erste Blattetage gebildet hat, eine Kontrolle auf Blattrandkäferfrass vorzunehmen. Werden mehr als 10 halbmondartige Frassstellen an den Blatträndern gezählt, ist eine Insektizidbehandlung angezeigt (Sonderbewilligung für: Talstar SC, Karate Zeon, Decis Protech, Fury 10EW). Es ist nicht der Blattverlust der schadet, sondern die Larven die im Boden die Knöllchenbakterien an den Wurzeln fressen. Die Erbse verliert dadurch ihre Hauptstickstoffquelle. Um Extenso abzumelden, muss die Behandlung aber rund 12 kg (Ertrag sichern.

 

Weizen

Wenig Krankheiten vorhanden

Intensiver Weizen ist im 1-Knotenstadium (DC 31). Wegen der Trockenheit hellen erste Bestände auf. Nun muss detailliert (Kontrolle) die Krankheitssituation abgeklärt werden. Wir sahen meist gesunde Felder, ausser etwas Mehltau in dichten Beständen. Darum empfehlen wir aufgehellte Bestände «schonend» zu behandeln. Es ist empfohlen, die untere Dosierung der Halmverkürzer bei Mischung mit einem EC-formulierten Fungizid zu wählen oder nur mit dem Verkürzer zu arbeiten und die Fungizidbehandlung ins DC 39 zu verschieben.



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