Startdüngung Winterweizen - Interview mit R. Widmer, Lindau

17.02.2017
R. Widmer, Lindau

R. Widmer, Lindau

Wann starten Sie im Winterweizen mit der 1. N-Gabe?

Die 1. N-Gabe erfolgt nie vor dem 1. März, da der Weizen noch nicht bereit ist. Um Bodenverdichtungen möglichst zu verhindern, fahre ich nur frühmorgens, wenn der Boden noch leicht angefroren ist.  

Wie viel kg N/ha verabreichen Sie? Wann mehr, wann weniger?

Im Durchschnitt verabreiche ich als 1. N-Gabe 40 kg N/ha. In dünnen Beständen, bei Vorkultur Körnermais oder Zuckerrüben und nach hohen Winterniederschlägen erhöhe ich die 1. N-Gabe  um 10-15 kg. Um die gleiche Menge senke ich hingegen die Startgabe in üppig entwickelten Beständen, bei Vorkultur Körnerleguminosen oder Raps und nach einem niederschlagsarmen Winter.  

Welchen N-Dünger verwenden Sie und warum gerade diesen?

Im Normalfall dünge ich mineralisch mit Mg-Ammonsalpeter mit Schwefel. Dank 50 % leicht löslichem Nitrat ist mit diesem N-Dünger eine schnelle N-Wirkung auch in kalten Böden gewähreistet. Zudem braucht Weizen für sichere und hohe Erträge ausreichend leicht verfügbaren Schwefel.

Was halten Sie von Gülle oder Gärgut flüssig zur 1. N-Gabe?

Ich würde die 1. N-Gabe weiterhin mineralisch verabreichen. Flüssige Hof- und Recyclingdünger würde ich erst als vorgezogene Schosser-Gabe einsetzen.

Was möchten Sie ihren Berufskollegen bezüglich 1. N-Gabe weitergeben?

Startdüngung zurückhaltend bemessen, Stickstoff besser in Schossergabe investieren.



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