Gewässerverschmutzungen vermeiden

16.02.2017

Gewässerverschmutzungen durch frühe Düngergaben sind nicht zu unterschätzen. Nachfolgend einige Informationen, wie solche möglichst vermieden werden können.

Im Spätwinter/Frühjahr besteht bei der Startdüngung insbesondere beim Einsatz von flüssigen Hof- und Recyclingdüngern ein hohes Risiko für Gewässerverschmutzungen. Aufgrund des noch meist geringen N-Bedarfs der Kulturen, der schwachen Bodenbedeckung, der geringen Durchwurzelung des Bodens und den meist noch ungünstigen Bodenverhältnissen können in dieser Zeit (flüssige) Düngemittel leicht in Oberflächengewässer abgeschwemmt oder ins Grundwasser ausgewaschen werden.

Auch kurz vor Vegetationsbeginn dürfen keine flüssigen Hof- und Recyclingdünger ausgebracht werden, solange der Boden gefroren, schneebedeckt, wassergesättigt ist oder stark anhaltende Niederschläge (> 20mm/24 h) innerhalb der nächsten drei Tagen zu erwarten sind.

Ist dies nicht der Fall, so ist eine Düngung unter folgenden Bedingungen möglich: 

  • auf ebenen, tiefgründigen Parzellen
  • auf bewachsenen Feldern (Grünland, Raps und gut entwickeltes Wintergetreide)
  • wenn N-Menge an N-Bedarf der Kultur und Bodenverhältnisse angepasst

Jeder Betriebsleiter ist selbst verantwortlich, das Risiko von Gewässerverschmutzungen vor einer geplanten Düngergabe richtig einzuschätzen (siehe Checkliste „Ausbringen von Gülle und Mist im Winter“).

Definition Vegetationsbeginn

Mindestens 7 aufeinander folgende Tage mit einer Tagesmitteltemperatur über 5°C. Im Mittelland ist Vegetationsbeginn im langjährigen Schnitt ca. Mitte März

 



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