Weintechnologe/-technologin EFZ

Weinabfüllung

Die Verarbeitung weisser und blauer Trauben zu verschiedensten Weinen - das ist die Aufgabe der WeintechnologInnen. Auch wenn am Beginn der Weinproduktion noch immer das Pflücken der reifen Trauben steht - die moderne Weinkelterung und -pflege, die erst nach der Traubenernte einsetzt, bedient sich einer grossen Zahl technischer Einrichtungen. Von der Abbeermaschine - die die Traubenstiele entfernt und die Beeren zur Maische zerquetscht - über leistungsfähige Pressen und Pumpen, Separatoren, Filtrations-, Kühl- und Erwärmungsanlagen bis zu Flaschenreinigungs-, Füll-, Verschliess-, Etikettier- und Verpackungsmaschinen - alle müssen sie von WeintechnologInnen selbstständig bedient und überwacht werden können.

Während der Gärung kontrollieren sie Temperatur und Zuckerabnahme, in der anschliessenden, mehrere Monaten dauernden Phase der Weinpflege überwachen sie mit mikroskopischen und chemischen Untersuchungsmethoden den biologischen Säureabbau und entscheiden, nach entsprechender Degustation, wann und wie der Wein "ausgebaut" und schliesslich zur Abfüllreife gebracht werden kann.

Damit die Weine "gesund" und "stabil" bleiben, das heisst, der Erfolg der ausgeklügelten Weinbereitung nicht gefährdet wird, ist auch die Kellerhygiene von grösster Bedeutung. Die gründliche Reinigung von Behältern und Maschinen, die mit dem Wein in Kontakt kommen, gehören folglich ebenso zum Beruf des Weintechnologen beziehungsweise der Weintechnologin wie die feine Nase und das Gespür dafür, wie die Entwicklung des Weins positiv unterstützt werden kann. Im Unterschied zu WinzerInnen, die für die Selbstkelterung ausgebildet werden, arbeiten WeintechnologInnen in grösseren Weinbereitungs- und Weinhandelsbetrieben oder in Weinimportfirmen.

Voraussetzungen für Lehre, berufliche Anforderungen

Abgeschlossene Volksschule. Interesse an der Natur, an biologischen, chemischen und physikalischen Vorgängen; technisches Verständnis; Organisationstalent und Übersichtsfähigkeit; gute Beobachtungsgabe; sorgfältige Arbeitsweise und Fingerspitzengefühl; guter Geruchs- und Geschmackssinn; Hygienebewusstsein; Entscheidungsfähigkeit; gute Gesundheit wegen der Arbeit in kühlen Weinkellern; Charakterfestigkeit (Umgang mit Alkohol).

Ausbildung (Dauer der Lehre, Abschluss, Berufsmaturität)

Die Lehre dauert drei Jahre. Grundlage ist die Verordnung über die berufliche Grundbildung und der Bildungsplan für das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe vom 8.5.2008.
Mit der Lehrabschlussprüfung wird das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als gelernter Weintechnologe/gelernte Weintechnologin erworben Es besteht die Möglichkeit, die Berufsmittelschule zu besuchen und die Berufsmatura zu erwerben. WeintechnologInnen besuchen meist die technisch-landwirtschaftliche Berufsmittelschule, die zur Zeit erst nach Lehrabschluss in einem Zusatzjahr besucht werden kann.

Weiterbildungsmöglichkeiten Fortbildung:

  • Kursangebot und/oder Studium an der ZHAW Life Sciences und Facility Management
  • Zusatzlehre: WinzerIn (2 Jahre)
  • Höhere Fachprüfung: WeintechnologIn mit Meisterdiplom HFP
  • Technikerschule TS: TechnikerIn TS, Lebensmitteltechnologie
  • Fachhochschule: ZHAW Life Sciences und Facility Management, Vertiefungen Lebensmitteltechnologie (Spezialisierung Getränketechnologie), Biotechnologie oder Hortikultur
  • Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten: KellermeisterIn, BetriebsleiterIn

Zusätzliche Informationen zum Inhalt

Bereichsleitung

Bereichsleitung

Remo Walder

Remo Walder

Grundbildung Lebensmitteltechnologie & HortikulturTelefon:+41 58 105 94 86E-Mail:Infos zur Person

Sekretariat

Sekretariat

Monika  Zollinger

Monika Zollinger

Schulsekretariat Grundbildung Lebensmitteltechnologie & HortikulturTelefon:+41 58 105 94 70E-Mail:Infos zur Person

Lehrplan Weintechnologe/-in

Kontaktadressen

Vereinigung Schweizer Weinhandel

Kapellenstrasse 14, Postfach 5236

3001 Bern

058 796 99 55

www.ascv-vsw.ch


Schweizerische Zeitschrift für Obst- und Weinbau

Agroscope

Schloss

Postfach 185

8820 Wädenswil

044 783 63 25

www.szow.ch