Edelkastanien Gallwespe (Dryocosmus kuriphilus)

Quelle: WSL

Quelle: WSL

Die Edelkastaniengallwespe (Dryocosmus kuriphilus) gilt als einer der gefährlichsten Schädlinge am Kastanienbaum. Dem aus China stammenden Insekt dienen ausschliesslich Edelkastanien als Wirtspflanze. Ein Befall kann das Baumwachstum und die Fruchtbildung stark hemmen und Ertragsausfälle von bis zu 70% verursachen. Die Edelkastaniengallwespe wird in allen Ländern Europas in der Liste der besonders schädlichen Organismen geführt. Die Verbreitung erfolgt durch den Transport von befallenen Baumschul-Pflanzen und Pfropfreisern oder durch den Flug der Weibchen.

Die Edelkastanienengallwespe gilt als neuer, besonders gefährlicher Schadorganismus nach Art. 52 Abs. 6 der Verordnung über den Pflanzenschutz vom 27. Oktober 2010 (PSV, SR 916.2). Massnahmen zum Schutz gegen Einschleppung und Ausbreitung der Edelkastaniengallwespe wurden in Anhang 1 der Verordnung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) über die vorübergehenden Pflanzenschutzmassnahmen (VvPM, SR 916.202.1) festgelegt. Im September 2010 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Walchwil ZG an einer im Herbst 2009 gepflanzten Kastanie Gallen der Edelkastaniengallwespe gefunden. Aus diesen Gallen sind während des Sommers 2010 Edelkastanienwespen ausgeflogen. Der Kanton Zug hat mit Verfügung vom 14. März 2011 eine Befalls-, eine Fokus- und eine Pufferzone eingerichtet. Die Pufferzone betrifft auch Teile des Kantons Zürich.