Krautfäule in Kartoffeln

Die Kraut- und Knollenfäule ist die weltweit bedeutendste Krankheit an Kartoffeln. Vor gut 150 Jahren starben in Irland mehr als 1 Million Menschen weil die Kraut- und Knollenfäule die gesammte Kartoffelernte zerstörte. Dieser falsche Mehltaupilz befällt Blätter und Stängel und reduziert dadurch den Ertrag. Der Pilz kann aber auch sogenannte Zoosporen produzieren, die
die Möglichkeit haben, sich im Boden im Bodenwasser aktiv zu bewegen und so auch Infektionen an den Knollen hervorrufen (Knollen-Braunfäule).
Die Sporen der Kraut- und Knollenfäule werden mit dem Wind über viele Kilometer verfrachtet. Je nach Wind sind 40-80 km möglich.

Im Biologischen Anbau wird gegen die Kraut- und Knollenfäule das Kontaktfungizid Kupfer (Cu) eingesetzt. Die Behandlungsintensität ist vom Wetter abhängig. Normalerweise behandelt man die Kartoffeln alle 7-10 Tage.
Kupfer ist ein Metall = anorganische Chemie. Es baut sich dadurch im Boden nicht ab.

Im Konventionellen Anbau wird gegen die Kraut- und Knollenfäule ein organisches Fungizid eingesetzt. Die Behandlungsintensität ist vom Wetter abhängig. Normalerweise behandelt man die Kartoffeln alle 7-10 Tage.
Es werden Kontakt-, Teilsystemische- oder Systemische Fungizide eingesetzt. Organische Fungizide werden von Bodenmikroorganismen abgebaut.

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