Betriebswirtschaft Obst

14.02.2012
Maschinenkosten Obstxls
14.02.2012
Arbokost 2000: Produktionskosten Tafeläpfelxls

Kosten für Witterungs- und Vogelschutz in Kirschenanlagen

Der Kostenvergleich von verschiedenen Abdecksystemen zeigt, dass der Regen-, Hagel- und Vogelschutz in modernen Niederstammkulturen das Kilogramm Kirschen mit rund einem Franken belasten.

 

Verglichen wurden das Metallrohrbogensystem von Brühwiler Balterswil TG, das Hagelnetzsystem mit untergezogener Folie vom Netzteam Oberkirch LU und das Kombisystem Netz-Folie Vöen der thurella Egnach TG. Es muss mit Investitionen von rund 144'000 bis 162'000 Franken pro ha gerechnet werden. Erfahrungen mit diversen solcher Kulturen im Kt. Zürich haben in den jüngsten Jahren gezeigt, dass bei professioneller Arbeit die hohen Investitionen und die Arbeiten bei in der landw. üblichen Stundenlöhnen von Fr. 16.- für Ernte und Fr. 26.- für den Betriebsleiter, mit dem Ertrag gedeckt werden können. Entscheidend dafür sind eine frostfreie Lage, gutes Fachwissen, Erträge von 11 t / ha und eine Pflückleistung von 14 kg / Std sowie Produzentenpreise wie sie in den jüngsten Jahren in der Schweiz bezahlt wurden.

 

Weil Investitionen von rund 150'000 Franken pro ha nötig sind, interessiert natürlich die Vollkostenrechnung. Stefan Frey hat an der ?Höhere Fachschule für Agrarwirtschaft? am Strickhof in Lindau ZH in seiner Semesterarbeit ?Moderner Kirschenanbau in der Schweiz? diese Vollkostenrechnung gemacht. Er hat dazu auch ein einfaches Kalkulationsprogramm auf der Grundlage des Arbokost geschaffen. Berücksichtigt wurden Daten von der Versuchsanlage Strickhof, der Anlage Elliker in Steinmaur und diverser anderer Obstbauern sowie vom Steinobstzentrum Breitenhof der ACW. 

 

Wenn Frühsorten angebaut werden, welche am Markt gut gefragt sind, ist der Vogelschutz ein Muss. Dieser wird am besten mit einem Hagelnetzvorhang si­chergestellt. Für kleine Anlagen vor allem wenn nur 1 oder 2 Reihen gedeckt werden, kann ein Rohrbogensystem vorteilhaft sein. Bei grösseren Flächen kommen die anderen beiden Systeme eher in Frage. Wo in der Region die gleichen Systeme verwendet werden, können die Deckgeräte überbetrieblich und somit rationeller eingesetzt werden.

 

 Kalkulationsprogramm von Stefan Frey (Excel-Datei, 209 KB)

 ausführlicher Artikel (pdf-Datei, 23 KB)

 

Stefan Frey Muri, (aus der Semesterarbeit an der Höheren Fachschule für Agrarwirtschaft am Strickhof in Lindau), Klaus Gersbach, Strickhof Fachstelle Obst, Juni, 2006

Zusätzliche Informationen zum Inhalt