Recyclingdünger

Die Palette unterschiedlichster Abfallstoffe, welche als Dünger in der Landwirtschaft verwertet werden soll, nimmt laufend zu. Das Prinzip der Wiederverwertung von Nutzstoffen (Recycling) steht dabei im Vordergrund.

Die Belastung durch Schadstoffe und Organismen (Schwermetalle, unerwünschte organische Verbindungen, Krankheitskerreger und Unkrautsamen) muss dabei möglichst tief gehalten werden, um die Bodenfruchtbarkeit nicht zu gefährden. Regelmässige Untersuchungen, die von Gesetzeswegen vorgeschrieben sind, sorgen dafür, dass nur wirklich schadstoffarme Recyclingdünger in die Landwirtschaft gelangen.

Unter die bekanntesten Recyclingdünger fallen Kompost, Gärgut fest und flüssig. Ebenfalls unter diese Kategorie fallen auch einige Kalkdünger wie Ricokalk oder KiWe-Ca (Kalkreiche Kieswerkschlämme).

Aufgrund des Vorsorgeprinzips ist der Einsatz von Klärschlamm in der Landwirtschaft seit dem 1.10.2006 verboten. Da Klärschlamm viel Phosphor enthält und die Weltvorräte an einsetzbaren Phosphor stark abnehmen, wird die P-Gewinnung aus Klärschlamm unumgänglich sein. Ob Klärschlamm als solches wieder eingesetzt werden darf, bleibt jedoch offen.

Die Checkliste für das Ausbringen von Gülle und Mist im Winter gilt auch für die Ausbringung von Kompost & festes Gärgut. Da es bei flüssigem Gärgut infolge hoher Nährstoffgehalte regelmässig  zu Gewässerverschmutzungen kommt, ist von deren Einsatz im Winter abzuraten.

 

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