Ressourceneffizienz-Beiträge

Mit der AP 14/17 wurde neu die Kategorie „Ressourceneffizienz“ eingeführt. Neben der Düngung und der präzisen Applikationstechnik werden auch Beiträge im Bereich Boden ausgerichtet. Dabei steht die schonende Bodenbearbeitung der Ackerkultur im Vordergrund. Folgende Systeme werden unterschieden:

Kategorie Beschrieb / Beurteilungskriterium Beitrag
Direktsaat Höchsten 25% der Bodenoberfläche darf während der Saat bearbeitet werden 250 Fr/ha
Streifensaat  
(Frässaat & Strip-Till)
Höchstens 50% der Bodenoberfläche darf vor oder während der Saat bearbeitet werden 200 Fr/ha
Mulchsaat Boden darf nicht gewendet werden (pfluglos) 150 Fr/ha

Generell werden keine Beiträge ausbezahlt für:

  • Anlegen von Kunstwiesen im Mulchsaatverfahren
  • Anbau von Zwischenkulturen
  • Anbau von Weizen oder Triticale, bei Mais als Vorkultur

Voraussetzungen und Auflagen

Die Beiträge sind an die Parzelle gebunden und können jährlich angemeldet werden. Jeder Betrieb verpflichtet sich, vorbeugende Massnahmen zur Risikoverminderung von Schaderreger zu ergreifen. Für die Bodenbearbeitung darf, sobald die Vorkultur geerntet ist, der Pflug nicht eingesetzt werden. Im selben Zeitraum ist auch die Einsatzmenge von Glyphosat auf 1.5 kg/ha Wirkstoff begrenzt.

Herbizid-Verzicht

Wird eine Kultur nach den oben genannten Auflagen angebaut, kann ein zusätzlicher Beitrag von 400 Fr/ha geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass komplett auf den Einsatz eines Herbizides verzichtet wird. Wird eine Kultur im Mulchsaatverfahren angebaut und zudem auf Herbizid verzichtet, darf für die Bodenbearbeitung ein Pflug eingesetzt werden. Die maximale Bearbeitungstiefe von 10 cm darf jedoch nicht überschritten werden.

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