Schadstoffe

Schadstoffe können die Bodenfruchtbarkeit gefährden. Unter Bodenschadstoffe fallen anorganische Stoffe wie Schwermetalle und Fluor sowie organische Stoffe wie Dioxin (PPCD), Furane (PCDF), Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Polychlorierte Biphenyle (PCB).

Laut Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBO) unterscheidet man bei Schadstoffbelastungen zwischen Richt-, Prüf- und Sanierungswerten

Richtwert:  


 
Dieser Wert gibt die Schadstoffbelastung an, bei deren Überschreitung die Fruchtbarkeit der Bodens nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung langfristig nicht mehr gewährleistet ist.
Prüfwert:    


 
Dieser Wert gibt für bestimmte Nutzungsarten Belastungen des Bodens an, bei deren Überschreitungen nach dem Stand der Wissenschaft und der Erfahrung Menschen, Tiere und Pflanzen konkret gefährdet werden können.
Sanierungswert:


 
Dieser Wert gibt die Belastung an, bei deren Überschreitung nach dem Stand der Wissenschaft und der Erfahrung bestimmte Nutzungen ohne Gefährdung von Menschen, Tier und Pflanzen nicht möglich sind.

Werden die Prüfwerte überschritten, muss der Kanton prüfen, ob die Bodenbelastung konkret Mensch, Tier oder Pflanzen gefährdet. Falls dem so ist, schränkt er deren Nutzung so weit ein, dass keine Gefährdung mehr besteht. Überschreiten die Belastungen gar die Sanierungswerte, so verbieten die Kantone entsprechenden Nutzungen.

Es ist seitens der Öffentlichkeit als auch seitens der Bewirtschafter alles zu tun, dass Schadstoffeinträge in unsere Böden möglichst niedrig bleiben.