Umstellung auf Biolandbau frühzeitig planen

Ich will umstellen. Was muss ich tun?

  • Bis am 31. August können sich interessierte Betriebe für die biologische Bewirtschaftung im Folgejahr anmelden. Die Anmeldung für den biologischen Landbau im Kanton Zürich hat mit der alljährlichen Anmeldung der betriebsspezifischen Ökoprogramme (ÖLN, Extenso, BTS, RAUS, GMF (neu), REB (neu)) via agriportal zu erfolgen.
        Anmeldung Direktzahlungen – wichtige Termine KT. Zürich
  • Zusätzlich muss sich der Neu-Umsteller bei einer anerkannten Kontrollstelle anmelden:
    bio.inspecta in Frick AG    (www.bio-inspecta.ch; Tel. 062 865 63 00 oder
    Bio Test Agro in Münsingen BE    (www.bio-test-agro.ch; Tel. 031 722 10 70
  • Wer seine Produkte mit dem Knospe- oder Demeter-Label vermarkten will, muss sich ausserdem bei der Dachorganisation Bio Suisse    (www.bio-suisse.ch, respektive beim Demeterverband    (www.demeter.ch anmelden. Ein Bundesbiobetrieb (Richtlinien gemäss Bio-Verordnung) kann mit einem zusätzlichen Umstelljahr als Bio-Suisse-Betrieb anerkannt werden.
  • Der Kanton Zürich unterstützt Landwirte während der ersten beiden Umstellungsjahre mit zusätzlichen Beiträgen. Diese kantonalen Umstellungsbeiträge sind unabhängig von den Direktzahlungen des Bundes. Sie werden jedoch nur an Betriebe ausbezahlt, welche gewisse Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigste Bedingung ist eine minimale SAK-Zahl nach BGBB von 1.0. Wer diese kantonalen Beiträge erhalten will, sollte vor Beginn des ersten Umstellungsjahres ein Gesuch für Umstellungsbeiträge an die Fachstelle Biolandbau einreichen (Fachstellen und Dienstleistungen, Katrin Carrel, Eschikon, Postfach, 8315 Lindau) Formular siehe -> Hilfsmittel, (rechte Spalte auf dieser Seite) "Gesuch Umstellbeiträge 2016".

 

Dauer der Umstellung

Grundsätzlich muss der gesamte Landwirtschaftsbetrieb umgestellt werden. Die Umstellzeit dauert zwei volle Jahre. Betriebe mit Schweine- oder Geflügelhaltung oder Betriebe mit Wein-, Obst- oder Zierpflanzen können bei einer gleichzeitigen Umstellung aller Flächen, Schwierigkeiten mit der Produktionstechnik und der Vermarktung antreffen. Um das Umstellrisiko zu mindern, ist für solche Betriebe eine schrittweise Umstellung für maximal fünf Jahre möglich. Die schrittweise Umstellung muss jedoch vom BLW und von der Bio-Suisse bewilligt werden. Bei der Tierhaltung - ausgenommen sind Wiederkäuer und Pferde - kann eine schrittweise Umstellung für höchstens drei Jahre bewilligt werden. Nicht zulässig ist die Parallelproduktion von Tieren der gleichen Nutztierkategorie.

Die Fachstelle Biolandbau am Strickhof kann bei der Planung der Umstellung und beim Zusammenstellen des verlangten Umstelldossiers für die schrittweise Umstellung helfen. Gesuche für eine schrittweise Umstellung müssen bei der Bio Suisse (MKA, Margarethenstr. 87, 4053 Basel, Tel. 061 385 96 10) bis zum 31. August des laufenden Jahres und beim BLW bis Ende Jahr eingereicht werden.

 

Vorbereitung zur Umstellung - Beratung

Als gute Vorbereitung vorgängig zur Umstellung sollten Sie eine Umstellberatung von der kantonalen Fachstelle für Biolandbau am Strickhof anfordern. So können Sie sich vergewissern, dass Ihr Betrieb die Anforderungen erfüllt, Zusammen mit dem Berater besprechen Sie auch das weitere Vorgehen.

Zudem ist es äusserst wichtig sich genau über die Vermarktungsmöglichkeiten während und nach der Umstellung zu informieren.

Übersicht Bio-Märkte

Suchen Sie bereits zur Vorbereitung auf die bevorstehende Umstellung ihres Betriebes Kontakt zu regionalen Erfahrungsgruppen. Schliessen Sie sich Flurgängen zu Themen aus dem Biolandbau an und nehmen Sie an biospezifischen Veranstaltungen teil, um sich umfangreich in die Thematik vertiefen zu können. Bevorstehende Veranstaltungen werden wöchentlich auf der Bio-Seite des Zürcher Bauer ausgeschrieben.

Weitere Informationen zur Umstellung finden Sie zudem auf www.bioaktuell.ch

 

Biolandwirtschaft und Biomarkt

Die Nachfrage nach Bioprodukten wächst stetig. Die Produktion kann jedoch nicht mit der vorherschenden Nachfrage an Bioprodukten Schritt halten, obwohl die Zahl der Knospe-Betriebe in der Schweiz stetig zu nimmt. Entsprechend zugenommen hat auch die biologisch bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche, rund 3‘000 Hektar mehr waren es im letzten Jahr. Damit übersteigt die Biofläche erstmals 12 Prozent (12,3%) der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Die Schweiz braucht mehr Biobetriebe, sonst verliert ihre Landwirtschaft Marktanteile ins Ausland!

Zahlen & Fakten Biolandbau

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Tamara Bieri

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